Kirche von Süden, ca. 1920
Dorfkirche Waltersdorf
Spätromanischer Saalbau aus Feldsteinquadern, Mitte 13. Jh., mit eingezogenem quadratischen Chor, Apsis und querrechteckigem Westturm von Schiffsbreite.
Im Turm gestuftes Rundbogenportal und vermauertes Rundfenster. Die schlanken Schallöffnungen spitzbogig, das Mauerwerk hier unregelmäßig, darüber quergestelltes Satteldach. Im Schiff barock vergrößerte korbbogige Fenster, darüber und im Chor vermauerte Rundbogenfenster und südl. die Priesterpforte zu erkennen. Die schmalen romanischen Fenster der Apsis 1966/67 wieder geöffnet.
Schiff und Chor mit Satteldächern, Apsis mit spitzem Kegeldach.
Innen Flachdecke von 1966/67, der Triumphbogen entfernt. Die Turmhalle ursprünglich tonnengewölbt und zum Schiff offen, 1913 zur Vorhalle mit Gratgewölbe umgestaltet. Mauertreppe im Turm, Zugang von Süden, ursprünglich vom Schiff aus. Reste spätgotischer Wandmalerei an Chorsüdwand.
Altar zusammengefügt aus dem Mittelschrein eines Schnitzaltars, um 1620, mit der Hl. Dreieinigkeit und zwei Flügeln, um 1460, darin drei männliche (Petrus, Paulus und Jakobus) und drei weibliche Heilige (Katharina, Barbara und Apollonia?). 1937 restauriert von P. Thol.
Taufstein, die Kuppa mit Beschlagwerk und vier Wappen Ende 16.Jh., der Schaft 1894 ergänzt.
In der Vorhalle drei Grabsteine der Familie von Thümen: für Melosyna (†1596) und Otto († 1604), beide in Relieffigur mit umlaufendem Spruchband, sowie für ihren als Kind gestorbenen Sohn Otto Friedrich († 1592), ebenfalls mit Relieffigur und Wappen.
Quelle: Dehio Brandenburg, 2012, S. 1137 f